„Unser Bibliothekartag ist ein Kongress von der Community für die Community“

Vesna Steyer, Vorsitzende des Berufsverbands Information Bibliothek e.V. (BIB), sprach mit Amelie Büscher von bibliotheksnews über den diesjährigen Bibliothekartag und wie Bibliotheken die gesellschaftliche Entwicklung vorantreiben.

Die BIB Vorsitzende Vesna Steyer. Foto: bibliotheksnews/ab

bibliotheksnews: Warum sollte man den Bibliothekartag 2017 nicht verpassen?

Steyer: Grundsätzlich  sollte man keinen Bibliothekartag verpassen. Der Bibliothekartag ist die zentrale Fortbildungsveranstaltung für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Informationseinrichtungen. ‚Unser’ Bibliothekartag ist ein Kongress von der Community für die Community. Das bestätigen auch die Teilnehmerzahlen der vergangenen Jahre: wir alle brauchen ihn, Europas größten Kongress für Menschen, Medien und Märkte. Und Gegenfrage: Warum sollte das in 2017 anders sein?

bibliotheksnews: Worauf freuen Sie sich besonders dieses Jahr?

Steyer: Bei der Auswahl an interessanten Veranstaltungen eine schwere Frage. Themen wie beispielsweise das Urheberrecht, Makerspace, Verantwortung für den Originalinhalt, Posten, Teilen und Kommentieren bei Facebook, das Robinson Crusoe-Syndrom, das ist ja wie bei Raumschiff Enterprise, Interaktive Wissensvermittlung mit E-Learning-Software, Elektronisches Publizieren fließen in fast 400 Fachvorträge ein. Wenn ich von einer Veranstaltung zur nächsten gehe, halte ich gern kurz inne und beobachte die vielen angeregten Gespräche, den freudigen Ausruf „Das ist aber schön Sie hier zu treffen“, oder „genau so geht uns das auch“  und hilfsbereit „gern sende ich Ihnen das per E-Mail zu“. Diese Mischung aus intensiven Fachdiskussionen, der kurze  Austausch, der Vortrag, die Firmenausstellung ist der Erfolg unseres Bibliothekartages. Das ist der Moment, auf den ich mich am meisten freue, ganz im Trubel und doch für mich allein.

bibliotheksnews: Welches Zeichen wollen Sie für die deutschen Bibliotheken setzen?

Steyer: Gemeinsam und kooperativ die Vielfältigkeit der Themen aktiv angehen.

bibliotheksnews: Warum haben Sie als Veranstalter ‚Medien – Menschen – Märkte‘ als Thema des diesjährigen Bibliothekartages gewählt?

Steyer: ‚Medien – Menschen – Märkte‘ in der Veränderung und Sie, der Mensch, im Mittelpunkt. So haben wir bewusst die Worte in diese Reihenfolge gebracht. Lassen Sie mich zwei Themen herausgreifen und bedenken Sie dabei wieder unser diesjähriges Kongressthema: Urheberrecht und Arbeit 4.0. Beide Themen verdeutlichen das Miteinander oder anders gesagt: das Beziehungsgeflecht und beide Themen zeigen deutlich, dass Bibliotheken und ihre Angebote unsere gesellschaftliche Entwicklung vorantreiben.