„AppETIT AUF NEUES?“ – von Tablets, Apps und Bibliotheken

Können Tablets und der Einsatz von Apps den Bibliotheksalltag ergänzen? Ja, können sie! Beweist ein Workshop auf dem Bibliothekskongress in Leipzig.

Von Carolin Burgschweiger

Unter dem Titel „AppETIT AUF NEUES“ stellten Astrid Meckl und Raphaela Müller, aus der Stadtbibliothek München, praktische Beispiele für den Einsatz von Tablets und medienpädagogischen Projekten in Bibliotheken vor.

Der Einzug und die Veränderung mit dem Umgang von Tablets in Bibliotheken beschreibt Astrid Meckl wie folgt: Früher wurde bei Bibliotheksveranstaltungen vorgelesen und gebastelt. Heute wird immer noch vorgelesen, aber es werden Fotos und Filme mit dem Tablet erstellt. Von dem Vorteil, dass sich Tablets intuitiv und unkompliziert bedienen lassen und keine technischen Kenntnisse erfordern, profitieren die Mitarbeiter, aber auch die Kinder. Um gemeinsam mit Kindern an Tablets zu arbeiten, müssen die Mitarbeiter selbst im Umgang mit Tablets geschult werden. Die Tablets passend zum Gebrauch der Veranstaltung mit Zugriffseinschränkungen einzustellen, sichere das Tablet von unerwünschten Aktionen und sei unerlässlich für die Vorbereitung.

Wichtig ist vor allem die gesamte Förderung der Bereiche Lese-, Informations-, und Medienkompetenz. Der Fokus auf einen Bereich zu legen, ist nicht mehr genug. Eine Aufklärung der Kinder, auch in Bezug auf das Rechtliche, zum Beispiel was Bildrechte oder Musikverwendung betrifft, kann leicht in eine Veranstaltung mit eingebaut werden. So lernen die Kinder die Creative Commons kennen und wissen, wo sie sich legal Musik für ihre Trailer oder Trickfilme herunterladen können.

Der Einsatz von Tablets erfordert nicht unbedingt den Einsatz von Apps. Den Kindern die Funktionen der Kamera zu erklären, reicht aus, damit diese selbst Fotos und Videos erstellen können. Denn die Ideen von Bookcover you, DIY Wimmelbilder und Photo Booth mit Accessoires erfordern keine herausragenden technischen Kenntnisse. Neben diesen schon durchgeführten Projekten wurden unter anderem noch folgende Einsatzideen vorgestellt, die ein wenig mehr intensive Auseinandersetzung mit den Programmen erfordert: comic life, die Trickfilmwerkstatt, Trailer erstellen mit Schnittprogrammen, Let’s Play-Videos und die Apps des TOMMI Softwarepreises.

Damit die Bibliothek mit ihren Projekten nicht auf sich allein gestellt sein muss, ist es von Vorteil, sich mit Partner in der Stadt zu vernetzen und Kooperationen zu erhalten und auszubauen.

Im anschließend praktischen Teil wurden alle Teilnehmer des Workshops selbst zu Testern der Apps und konnten sich mit den Vortragenden austauschen. Raphaela Müller gab Tipps und Tricks zur Trickfilmerstellung und zum generellen Filmen mit Tablets.

Teilnehmer des Workshops beim Testen der Tablets und Apps. Foto: bibliotheksnews/cb

Teilnehmer des Workshops beim Testen der Tablets und Apps. Foto: bibliotheksnews/cb