Social Media in Öffentlichen Bibliotheken – ein Workshop

Elena Stöhr vom Bibliotheksportal vermittelte auf dem Bibliothekskongresses in Leipzig Informationen und Tipps zum Thema Social Media in Öffentlichen Bibliotheken. 

Von Jasmin Meinke 

In ihrem Workshop stellte Stöhr grundlegende Informationen zur Inhalts- und Themenfindung von Social-Media-Beiträgen zur Verfügung und wies darauf hin, dass für die Verwendung von Social-Media-Plattformen in Bibliotheken immer ein strategisches Konzept entwickelt werden sollte: Welche Zielgruppe möchte man ansprechen? Wie soll sich die Bibliothek nach Außen präsentieren? Welche Themen sollen vermittelt werden? Neben der entwickelten Strategie sei auch ein Redaktionsplan für die Koordination der Inhalte sehr hilfreich, so Stöhr. Eine Netiquette sei ebenfalls wichtig, um zu klären, welcher Umgang mit den Nutzern erwünscht ist.

Foto 1: Austausch über Social Media in Bibliotheken. Foto: bibliotheksnews/jm 

Foto 1: Austausch über Social Media in Bibliotheken. Foto: bibliotheksnews/jm

Inhalte für Social-Media-Kanäle lassen sich über diverse Methoden erarbeiten. Stöhr gibt zahlreiche Anregungen: Eine Möglichkeit für vorausschauendes Posting bietet beispielsweise eine Liste mit Gedenk- und Aktionstagen. Zum internationalen Weltvegetariertag am 1. Oktober könne die Bibliothek auf ihre Bestände vegetarischer Kochbücher hinweisen. „Man sollte auch darauf achten, was andere Bibliotheken im gleichen Bereich auf ihren Kanälen veröffentlichen“, so Stöhr. Auch häufige Nutzerfragen bieten eine Grundlage zur Ausarbeitung und Verbreitung über die sozialen Plattformen. „Öffnungszeiten von Unternehmen schaue ich gar nicht mehr bei Google nach, sondern direkt auf der Facebook-Seite.“

Besonders Hashtags sorgen für die breite Vernetzung eines Beitrages und ein Foto unter jedem Post erhöht die Aufmerksamkeitsspanne und sei daher sehr wichtig, betonte Stöhr in ihrem Workshop. Die Social-Media-Kanäle sollten nicht nur zur Informationsvermittlung verwendet werden, da sie auch zur Kommunikation mit der Zielgruppe dienen. Regelmäßige Meinungsfragen und Inhalte mit persönlicher Note zu erstellen, helfe, eine engere Bindung mit der Community aufzubauen. Auf gar keinen Fall sollten aber Nutzerkommentare gelöscht werden, denn, so die Expertin: „Das merkt sich die Community.“

Workshop-Teilnehmer arbeiten an ihrer Gruppenarbeit. Foto: bibliotheksnews/jm

Workshop-Teilnehmer arbeiten an ihrer Gruppenarbeit. Foto: bibliotheksnews/jm

Zur Frage der Wichtigkeit von sozialen Medien in Bibliotheken äußert sich Maiken Hagemeister vom Deutschen Bibliotheksverband im nachfolgenden Kurzvideo: