Fünf Fragen an Elisabeth Sträter

Elisabeth Sträter ist Direktorin der Stadtbibliothek im Bildungscampus Nürnberg, Mitorganisatorin und Mitveranstalterin des diesjährigen Bibliothekartags. Durch Ihre Funktion als Mitorganisatorin hat sie einen speziellen Blick auf den Bibliothekartag. Elena Rückfort von bibliotheksnews befragte Sie zu den aktuellen Trends, zu Ihren persönlichen Erwartungen und Eindrücken.

Von Elena Rückfort

 bibliotheksnews: Welche Trends können Sie hier auf dem Bibliothekartag 2015 beobachten?

Elisabeth Sträter: Auf dem diesjährigen, 104. Bibliothekartag werden in Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops genau die Themen aufgenommen, die derzeit im Bibliotheksbereich diskutiert werden. Sie spiegeln die aktuellen Entwicklungen und Probleme wider. Fragen zum Urheberrecht, Digitalisierung, Interkulturelle Bibliotheksarbeit – und ganz wichtig: Die Bibliotheken als reale Orte und soziale Treffpunkte mit hoher Aufenthaltsqualität. Auffallend ist, wie positiv die Themen von der Presse- und Medienlandschaft aufgenommen werden. Mit fast 4.000 Teilnehmer/innen ist der Bibliothekartag wieder sehr gut besucht.

 bibliotheksnews: Denken Sie, dass Sie Input für die Stadtbibliothek Nürnberg mitnehmen können, den Sie gerne umsetzen wollen?

Elisabeth Sträter: Bei so einer großen Vielfalt können wir auch relevante Themen für die Stadtbibliothek Nürnberg mitnehmen. Da wir den Bibliothekartag vor Ort haben, ist es möglich, dass viele Kollegen/innen daran teilnehmen können, sodass wir aktiv mit verschiedenen Vorträgen vertreten sind, aber die Kollegen/innen natürlich auch diejenigen Veranstaltungen besuchen können, die für sie von Interesse sind. Die positive und intensive Presseberichterstattung trägt zudem dazu bei, die Wahrnehmung von Bibliotheken in der Nürnberger Bevölkerung, Politik und bei den Kollegen/innen zu verbessern.

 bibliotheksnews: Was versprechen Sie sich persönlich von dem Bibliothekartag 2015?

Elisabeth Sträter: Als Mitveranstalterin und Mitorganisatorin hoffe ich, dass der Bibliothekartag in allen Bereichen gut gelingt, und dass die Teilnehmer/innen zufrieden nachhause fahren. Die ersten zwei Tage sind durchweg auf positive Resonanz gestoßen, und ich habe das Gefühl, dass viele Kollegen/innen sich in Nürnberg wohl fühlen.

 bibliotheksnews: Worauf freuen Sie sich in den nächsten Tagen ganz besonders?

Elisabeth Sträter: Ich freue mich auf den Austausch mit Kollegen/innen und Experten/innen des Bibliothekswesens und bin gespannt auf einige Vorträge zum Thema „10 gute Gründe für systematische Zusammenarbeit von Bibliotheken und Volkshochschulen„. In dieser Session werde ich auch selbst einen Vortrag halten. Da bin ich neugierig auf die Erfahrungen der anderen. Zudem habe ich mir noch einen Rundgang auf der Firmenausstellung vorgenommen. Ich freue mich natürlich, dass so viele Kollegen/innen unserer Einladung nach Nürnberg gefolgt sind.

bibliotheksnews: Vielen Dank für das Interview.