„Ordnung in die Projekte“ – Changemanagement

Veränderungsprozesse in Bibliotheken sind ein Teil des Fortschritts, doch sie müssen strukturiert und transparent erfolgen. Diese Aspekte bilden wichtige Punkte des Changemanagements. In ihrer Einleitung sagte Prof. Cornelia Vonhof, Hochschule der Medien Stuttgart: „Veränderung ist unausweichlich.“ Die Referenten der Session stellten verschiedene Ansätze und Erfahrungen mit Changemanagement vor. In diesem Beitrag wird der Vortrag von Markus Trapp skizziert.

Von Denise Hoßfeld

Moderiert wurde die Session von Prof. Cornelia Vonhof (mitte). Die Referenten (von links): Mag. Christof Capellaro, Hella Klauser, Markus Trapp, Michael Golsch und Dr. Debora Daberkow, Foto: bibliotheksnews/dh

Moderiert wurde die Session von Prof. Cornelia Vonhof (Mitte). Die Referenten (von links): Mag. Christof Capellaro, Hella Klauser, Markus Trapp, Michael Golsch und Dr. Debora Daberkow, Foto: bibliotheksnews/dh

Markus Trapp arbeitet in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg (SUB). Er ist zuständig für „Social Media“ und „E-Medien-Marketing“. In seinem Vortrag „Veränderungsmanagement bei der Implementierung einer Social-Media-Strategie“ erklärte Trapp, wie der Einstieg in Social Media die Bibliothek sowohl intern als auch extern verändert. Im Bezug auf das Changemanagement waren besonders die internen Faktoren zu berücksichtigen, da sich durch den Wandel für die Mitarbeiter Veränderungen in den Arbeitsprozessen ergaben. Trapp sprach sich für die Nutzung von Fachliteratur über Changemanagement bei der Einführung einer Social-Media-Strategie aus. Im Fall der SUB Hamburg hat sich dabei das 8-Stufen-Modell nach Kotter bewährt. Nicht das Totschlagargument, „wenn ihr euch nicht ändert, werdet ihr alle sterben“, sollten die Verantwortlichen einsetzen, sondern den Mitarbeitern verdeutlichen, dass immer mehr Menschen in sozialen Netzwerken unterwegs sind und sich dort häufig über Neuheiten und Angebote informieren und Tipps geben lassen. Wichtig sei außerdem, dass die Bibliotheksleitung die Mitarbeiter, die für den Social-Media-Bereich zuständig sind, vollkommen unterstützt. So lebt die Führung den Wandel vor. So kann, laut Trapp, das Widerstandspotenzial gegen Neuerungen durchbrochen werden.

Unter Berücksichtigung dieser Aspekte hat die SUB Hamburg sich Ziele gesetzt, die im Social-Media-Konzept verankert sind. Darunter fallen das Sichtbarmachen der Arbeit der SUB, die Erweiterung des Nutzerkreises und die direkte Kommunikation mit Nutzern.