Leseförderung und digitale Medien

Wie können die Einbeziehung von Smartphones, Tablets & Co die Sprach- und Leseförderung in Kinderbibliotheken unterstützen? Drei Praxisberichte gaben in der Session „Leseförderung digital“ Anregungen und Informationen zu innovativen Leseförderungsansätzen mit digitalen Medien.

Von Marike Rolfes

„Wichtig ist es, nicht nur die Technik einzusetzen, sondern dass die digitalen Medien in das Bibliothekskonzept integriert werden, um gezielt Sprach- und Leseförderung zu betreiben“, betonte Moderatorin Katrin Fleischmann. Christiane Bornett und Katrin Seewald von den Berliner Öffentlichen Bibliotheken stellen einen Praxisbericht aus der Programmarbeit mit Tablet & Co in Kinderbibliotheken vor. Ziele und Aufgaben von Veranstaltungen zur Sprach- und Leseförderung sind vor allem Freude an der Literatur durch das gemeinsame Erlebnis zu vermitteln. Den Kindern sollen Impulse für eigene Leseaktivitäten gegeben werden. Ein Best-Practice-Beispiel dafür ist die Bilderbuch-App „Die große Wörterfabrik“, die besonders für Erstbesuche einer zweiten oder dritten Schulklasse zu empfehlen ist. Mit der App „Book Creator“ können Schülern eigene E-Books erstellen, das bietet ein weites Einsatzfeld zum Beispiel können sich Kinder so gegenseitig den Ausleihvorgang in der Bibliothek erklären oder andere Tutorials erstellen. Die Sprachbildung der Kinder wird so vor allem durch das gegenseitige Gespräch gefördert.

Die Vortragenden: , Foto: bibliotheksnews/mr

Christiane Bornett und Katrin Seewald von den Berliner Öffentlichen Bibliotheken, Foto: bibliotheksnews/mr

Ulrike Weber von der Stiftung Lesen stellt im Vortrag „Digitale Lesewelten – Chancen für die Leseförderung“ vier interessante Thesen auf: 1. Die digitalen Medien gehen nicht zu Lasten des Bücherlesens. 2. Die digitalen Medien erfordern das Lesen. 3. Die digitalen Medien erfordern andere Lesestrategien. 4. Digitale Medien fördern das Lesen. Aufwachsen mit den Medien heißt aber nicht, dass die Kinder auch die Kompetenz haben mit diesen Medien umzugehen. Das müssen Kinder lernen.

Kathrin Reckling-Freitag stellt in ihrem Vortrag verschiedene eLerning-Elemente in der bibliothekspädagogischen Praxis vor. Ihren Vortragstext und Links stehen zum Download unter http://zwischenseiten.com zur Verfügung.