„Ein Buch ist Buch!“

Dr. Klaus-Rainer Brintzinger, Direktor der Universitätsbibliothek in München und Vorstandsvorsitzender vom Verein Deutscher Bibliothekare (VDB), gehört zum Veranstalter-Team des Bibliothekartags. Nicole Gageur von bibliotheksnews hat ihn zu den aktuellen Trends und Signalen, die in Nürnberg gesetzt werden sollen, befragt.

Dr. Klaus-Rainer Brintzinger am VDB-Stand, Foto: bibliotheksnews/ng

Dr. Klaus-Rainer Brintzinger am VDB-Stand, Foto: bibliotheksnews/ng

bibliotheksnews: Was versprechen Sie sich persönlich vom Bibliothekartag 2015?

Dr. Klaus-Rainer Brintzinger: Viele Gespräche, Kontakte und gute Begegnungen! Außerdem viele Impulse für die eigene Arbeit. Besonders freue ich mich auf die Fachdiskussion mit der Community bei „Open und mehr – welche Kanäle benötigen wir für die bibliothekarische Fachkommunikation im Online-Zeitalter? Invited Session des VDB“. Dieses Jahr hat der VDB ja eine eigene Open Access-Zeitschrift o-bib gestartet. Mich interessiert, wie sich die Fachdiskussion in Zukunft durch Open Access, Blogs und Microblogging verändert.

bibliotheksnews: Welche wichtigen Trends sehen Sie hier?

Brintzinger: Wichtige Themen sind Cloud-Computing, die Umstellung der Verbundsysteme und die Open Access Entwicklung. Leider habe ich wenig Zeit selbst Vorträge zu besuchen, als Veranstalter und Organisator ist immer viel zu tun. Jetzt läuft zum Beispiel gerade ein Vortrag zu Cloud-Computing.

bibliotheksnews: Welche Zeichen möchten Sie dieses Jahr mit dem Bibliothekartag für die deutschen Bibliotheken setzen?

Brintzinger: Zentrales Anliegen ist die Gleichbehandlung von eBooks – ein Buch ist ein Buch! Dies betrifft sowohl die Umsatzsteuer, die eBook-Ausleihe in Öffentlichen Bibliotheken und ein vernünftiges Urheberrecht.

bibliotheksnews: Vielen Dank für das Interview.