Erlebnis Führen – Führungskräfteentwicklung in Bibliotheken

Welche Kompetenzen können heute von Führungskräften erwartet werden? Moderiert von Imma Hendrix, stellvertretender Direktorin der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin, diskutierten Experten beim Deutschen Bibliothekartag.

Von Denise Hoßfeld

Den Anfang machte Albert Bilo, Direktor der Universitätsbibliothek Duisburg-Essen (UB UDE) und eröffnete die Veranstaltung mit dem Vortrag „Evaluation und Weiterentwicklung. Aktuelle Erfahrungen in der Führungskräfteentwicklung“. Er erläuterte, wie die UB UDE Führungsgrundsätze formulierte und umsetzte. Großes Interesse weckte Albert Bilo bei den Zuhörern mit seiner Ausführung zu einer Evaluation aus dem Jahr 2014. Hierbei wurden Führungskräfte und Mitarbeiter befragt, wie sie beispielsweise die Transparenz der Entscheidungen der Führungskräfte einschätzten. Die Einschätzungen der zwei befragten Gruppen gingen dabei sehr auseinander. Konsequenz der Bibliothek war dann ein Strategieworkshop für Führungskräfte.

Im Anschluss daran referierte Dr. Sabine Homilius, Leiterin der Stadtbücherei Frankfurt am Main, zum Thema „Führung in Entwicklung. Vom Wechsel organisationaler und individueller Aspekte von Führung“. Es folgte Jürgen Christof, Direktor der Bibliothek der TU Berlin, mit „Anforderungsprofile für Führungskräfte an der Technische Universität Berlin und ihre Anwendung in der Universitätsbibliothek“. Dabei stellte er die Implementierung der Führungskräfteprofile in der Universitätsbibliothek vor. Dr. Andreas Brandtner, Direktor der Universitätsbibliothek Mainz, sprach bei „Unfreeze and Move. Veränderung und Organisationsentwicklung an der Universitätsbibliothek Mainz“ u. a. über Operative Exzellenz in der UB Mainz.

Hella Schwemer-Martienßen Foto: bibliotheksnews/dh

Hella Schwemer-Martienßen Foto: bibliotheksnews/dh

Den letzten Vortrag mit dem Titel „Führung und Scheitern“ hielt Hella Schwemer-Martienßen, Direktorin der Bücherhallen Hamburg. Besonders war auch, als sie in ihrem Vortrag von ihren persönlichen Erfahrungen berichtete. Sie erzählte davon, wie sie selbst in 33 Jahren als Führungskraft öfter „mit dem Kopf an der Wand stand“ und damit umging.