Digitaler Wandel, Urheberrecht und Menschenrechte – die Eröffnungsveranstaltung des 104. Deutschen Bibliothekartags

Der 104. Deutsche Bibliothekartag in Nürnberg steht unter dem Motto „Bibliotheken – von Anfang an Zukunft“. In der Eröffnungsveranstaltung wurde dieser feierlich eröffnet.

Von Kathrin Wardatzky

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Der Zweite Bürgermeister der Stadt Nürnberg, Christian Vogeler, beim 104. Bibliothekartag (Foto: bibliotheksnews/jg)

Der VDB-Vorsitzende Dr. Klaus-Rainer Brintzinger eröffnete den diesjährigen Bibliothekartag mit der Bemerkung, dass Bibliotheken stets auf die Zukunft ausgerichtet seien. Sie seien mehr als bloße Ausleihanstalten. Insbesondere Hochschulbibliotheken haben sich als dritter Ort zwischen Wohnheim und Hörsaal etabliert.

Anschließend richteten der Zweite Bürgermeister der Stadt Nürnberg, Christian Vogel, der Staatssekretär des Bayrischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft  und Kunst, Bernd Sibler, MdL und der Präsident der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Prof. Dr. Joachim Hornegger, ihre Grußworte an die Bibliothekare und Veranstalter. Christian Vogel geht ebenfalls auf die sich verändernde Rolle der Bibliotheken ein. Sie entwickeln sich zunehmend zu Orten der Inklusion und Aktivposten der Integration. Bernd Sibler, MdL fokussiert sich auf den digitalen Wandel und fordert zu mehr Kooperationen unter den Bibliotheken auf. Dahingehend legt Prof. Dr. Joachim Hornegger den Schwerpunkt seiner Rede auf die Problematik des Urheberrechts im Zusammenhang der wissenschaftlichen Arbeit.

Die Festansprache zum Thema „Menschenrechtsarbeit in den Vereinten Nationen im Kampf mit Widersprüchen“ wurde von Prof. Dr. Dr. h.c. Heiner Bielefeldt, Lehrstuhlinhaber für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und zudem UN-Sonderberichterstatter über Religions- und Weltanschauungsfreiheit, gehalten. Er beschreibt die UNO als Bühne der Welt, allerdings sei es ein kompliziertes Stück, das aufgeführt werde.