Ranking in Discovery-Systemen

Im Panel „Resource Discovery Systeme“ auf dem Bibliothekartag in Bremen beschäftigten sich leitende IT-Bibliothekare mit dem Suchen, Finden und Nutzen von Bibliotheksmaterialien. Prof. Ursula Schulz hat für bibliotheksnews das Panel besucht und kommentiert.

Von Ursula Schulz

Die Beiträge der Bremer Kolleginnen und Kollegen Dr. Martin Blenkle, Dr. Elmar Haake und Claudia Bodem zeigen intelligenten, kreativen und neugierigen Einsatz von Bibliotheks-IT im Sinne ihrer Kunden, auch wenn – wie man hört – hier in Bremen die Bedenken von Kolleginnen und Kollegen gegenüber kundennahen Dienstleistungen (Discovery-Systemen) überwunden werden mussten.

Dr. Elmar Haake von der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Foto: bibliotheksnews/ah

Dr. Elmar Haake von der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Foto: bibliotheksnews/ah

Der Beitrag von Elmar Haake zeigt uns, wie das Dilemma um das Ranking von Bibliotheksmaterialien ohne den komplizieren Umweg über Tabs („Books & more / Articles & more“), Facetten oder selbst erstellte Suchprofile (gegenwärtige ExLibris-Lösung) angegangen werden kann. Durch das Boosting von häufig angeklickten Titeln und das Einbeziehen von Fachreferenten-Know-how werden hochspezialisierte Aufsätze automatisch „dezenter“ platziert, wobei stark nachgefragte Aufsätze noch immer hoch gerankt werden. Die Bremer werden mit Sicherheit mit weiteren Möglichkeiten experimentieren.

In Hinblick auf Ranking von Bibliotheksmaterialien mache ich auf das DFG-Projekt LibRank von Dirk Lewandowski (HAW Hamburg) und Klaus Tochtermann (ZBW) aufmerksam. Wir dürfen auf die Ergebnisse dieses Projekts, das viele Rankingparameter testen wird, gespannt sein.