„Wir sind in der strategischen Neuausrichtung“

Der Berufsverband Information Bibliothek (BIB) ist der Personalverband aller Beschäftigten in Bibliotheken und Informationseinrichtungen in Deutschland. Auch für ihn spielt das Thema Publishing eine zentrale Rolle. Geschäftsführer Klaus Junginger berichtet im Interview mit Theresa Lenz für bibliotheksnews über die Perspektiven der Verbandspublikationen.

Klaus Junginger, Geschäftsführer Berufsverband Information Bibliothek e.V., Foto: bibliotheksnews/tl

Klaus Junginger, Geschäftsführer Berufsverband Information Bibliothek e.V., Foto: bibliotheksnews/tl

bibliotheksnews: Welche Innovationen haben Sie als BIB-Geschäftsführer im Bereich Publishing geplant?

Klaus Junginger: Wir sind momentan dabei, unsere Zeitschrift Bibliothek und Buch zu überarbeiten. Das bedeutet für uns, sie leserlicher zu machen und sicherlich auch etwas die insgesamt doch relativ langen Artikel zu kürzen. Man liest es schwer und manche bezeichnen es ja als Bleiwüste. So ist für uns eine kleine Kurskorrektur sicher. Das Heft wird insgesamt von seiner Grundkonzeption erhalten bleiben, da wir da ganz erfolgreich sind mit einer Auflage von 8.500 Exemplaren pro Monat. Wir führen auch die ersten Gespräche, weil wir grenzüberschreitender werden wollen. Wir wollen uns in die Schweiz reindenken und die ersten Kontakte in diese Richtung pflegen, um ein breiteres Fachpublikum dafür zu interessieren und zu ermöglichen, dass sie unsere BUB lesen.

bibliotheksnews: Wird es neben diesen organisatorischen und visuellen Innovationen auch eine thematische Weiterentwicklung geben?

Junginger: Aus dem heutigen Stand Nein, da wir mit unserer derzeitigen Ausrichtung direkt am Markt arbeiten und erfolgreich sind.

bibliotheksnews: Es gibt eine Reihe von neuen Publikationen, die auf dem Bibliothekartag 2014 angekündigt worden sind. Sind Ihre Planungen eine Reaktion darauf?

Junginger: Keinesfalls. Unsere Ankündigung wurde bestimmt schon vor einem halben bis dreiviertel Jahr initiiert. Wir sind in der strategischen Neuausrichtung.

bibliotheksnews: Welche Rolle spielt BUB für Sie als Berufsverband? 

Junginger: BUB bedient im Grunde einen sehr, sehr breiten Bereich der Öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken und hat sich seit Jahren sehr erfolgreich in diese Domäne eingearbeitet. Am deutschsprachigen Markt ist es mit Sicherheit das meistgelesene Blatt und das merken wir hier auch an den Reaktionen. Wir haben mit dem Instrument BUB sicher auch die Möglichkeit, den Bibliothekartag zu begleiten. Wir berichten in diesem Blatt ständig. Zum anderen finden unsere Kunden, die diesen Kongress, diese Messe mitgestalten, ihre Werbe- und Auftrittsflächen.

bibliotheksnews: Inwiefern wird dieses Printorgan durch Social-Media-Kanäle ergänzt werden?

Junginger: Social Media ist sicher ein Thema, dem wir uns zukünftig annehmen werden. Aus heutiger Sicht sind wir noch nicht ganz so weit. Wir benötigen eine gewisse Zeit, um das anzufangen.