Bibliotheken und das Management von Forschungsdaten

Für das wissenschaftliche Arbeiten und die Forschung können digitale Daten heute grundlegend sein. Das Management von Forschungsdaten ist vor allem in wissenschaftlichen Bibliotheken zentral. Der Bibliothekartag informiert mit einem Panel zum Thema „Management von Forschungsdaten“ die Fachbesucher.

Von Henrike Hapke

Der Umgang mit Forschungsdaten stellt viele Bibliotheken sowie Forschungseinrichtungen vor eine große Aufgabe. Wie wird mit stetig steigenden Datenmengen sowie der zu gewährleistenden Nachhaltigkeit umgegangen? Dieser Herausforderung stellen sich Bibliotheken vermehrt durch spezielle Online-Dienste wie re3data und Qualiservice für das Forschungsdatenmanagement.

Re3data ist ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Projekt, das Forschenden einen Ort zur Sicherung und zum Abruf digitaler Forschungsdaten bietet. Dies geschieht in Kooperation mit internationalen Forschungsinfrastrukturen sowie der Verlagswelt. Ein wichtiges Stichwort ist hierbei auch der Begriff „Open Science“, also eine „Öffentliche Wissenschaft“. Laut Heinz Pampel vom GeoForschungsZentrum Potsdam müsse die Öffentlichkeit in die wissenschaftliche Arbeit mit einbezogen werden. Re3data versucht sich auch dieser Aufgabe zu stellen.

Für die Nachhaltigkeit von Forschungsdaten zu sorgen, setzt eine dauerhafte Archivierung zur langfristigen Nutzung der Daten voraus. Das Projekt Qualiservice soll hier Abhilfe schaffen. Dieses Projekt, initiiert von der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, dem eScience lab der Universität Bremen und dem Gesis-Leibniz-Institut wird ebenfalls durch die DFG gefördert. Zur Zeit bereitet Qualiservice den Regelbetrieb eines Datenservicezentrums für Primärdaten (Interviews) aus der qualitativen empirischen Sozialforschung ab 2014 vor.

Beide Dienste tragen ihren Teil dazu bei, den Zugang und die Archivierung von Forschungsdaten zu sichern und sind heute für die Forschungsarbeit und den Zugriff auf Daten ein großer Gewinn.

Heinz Pampel auf dem Bibliothekartag 2014, Foto: hh/bibliotheksnews

Heinz Pampel auf dem Bibliothekartag 2014, Foto: hh/bibliotheksnews