Der Bibliothekartag in Nürnberg geht zu Ende

3815 Teilnehmer, 389 Vorträge und 155 Aussteller – so die beeindruckende Bilanz des 104. Bibliothekartag auf seiner Abschlussveranstaltung in Nürnberg.

Von Kathrin Wardatzky

Thomas Fibel bei seinem Begrüßungsvortrag zur Abschlussveranstaltung des Bibliothekartags 2015, Foto: bibliotheksnews/jg

Thomas Feibel bei seinem Begrüßungsvortrag zur Abschlussveranstaltung des Bibliothekartags 2015, Foto: bibliotheksnews/jg

Die Ansprache der abschließenden Veranstaltung hielt Thomas Feibel, der Leiter des Büros für Kindermedien in Berlin und der führende Journalist in Sachen Kinder und Neue Medien. Er bemerkt, dass Bibliotheken nicht vor Innovationen zusammenzucken und sich schnell auf neue Gegebenheiten anpassen. Des Weiteren stellte er verschiedene Projekte und Methoden vor, mit denen Bibliotheken neue Medien in der Kinder- und Jugendarbeit einbinden können. Wichtig bei partizipativen Methoden sei es den Teilnehmern ein Ziel zu geben und keine Angst zu haben auch mal etwas falsch zu machen.

Konstanze Söllner, Direktorin der Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg und neue Vorsitzende des VDB, nahm zusammen mit Vesna Steyer, Leiterin der Polizeibibliothek Berlin und neue Vorsitzende des BIB, die Verleihung des Preises für die besten Poster vor. Die drei Preisträger waren die Beiträge „Don’t like. Warum uns von Facebook verabschieden bevor wir überhaupt angefangen haben“ von Julia Thor und Patricia Fasheh von der Ärztlichen Zentralbibliothek Hamburg, „Corporate Social Responsibility an der Universitätsbibliothek Wien“ von Susanne Blumesberger (Universitätsbibliothek Wien) und „Informationspraxis – Ein neues Open Access Journal aus der und für die Community“ von Lambert Heller (TIB Hannover) und Gabriele Fahrenkrog (Stadtbibliothek Pinneberg).

Es folgte die Verleihung des Publizistenpreises der deutschen Bibliotheken an Hilmar Schmundt, Redakteur bei Der Spiegel im Ressort Wissenschaft und Technik. Dbv-Vorsitzender Dr. Frank Simon-Ritz von der Universitätsbibliothek der Bauhaus-Universität Weimar hielt die Laudatio und ehrte Hilmar Schmundt für seine „stets von Neugier und echtem Interesse geprägten Beiträgen, die Chancen bieten Neues zu erfahren und bereits  Bekanntes in einem neuen Licht zu sehen.“

Das Schlusswort des 104. Deutschen Bibliothekartages hielt Vesna Steyer, die sich bei den Organisatoren, freiwilligen Helfern, Referenten und Partnern aus der Wissenschaft bedankte. Die Resonanz war in diesem Jahr mit 3815 Teilnehmern, 389 Vorträgen und 155 Ausstellern beeindruckend. Dr. Frank Simon-Ritz, Vizepräsident der BID und dbv-Vorsitzender, lud die Teilnehmer abschließend zum 6. BID-Kongress nach Leipzig ein, der gemeinsam mit dem 105. Bibliothekartag vom 14.-17. März statt finden wird.

Preisverleihung der Posterpräsentation, Foto: bibliotheksnews/jg

Preisverleihung der Posterpräsentation, Foto: bibliotheksnews/jg